Betreutes Wohnen - Wohnen mit Service

Angebote des betreuten Wohnens richten sich an ältere Menschen, die selbstständig und individuell wohnen möchten und noch keinen oder einen geringen Unterstützungsbedarf haben.

Im Zentrum des betreuten Wohnens steht die hindernisfreie Kleinwohnung, welche die Bewohnerinnen und Bewohner (Mieterinnen und Mieter) nach eigenem Gutdünken möblieren. Je nach Angebot können Begegnungszonen wie Cafeteria, Bastelraum, Atelier und Aussenräume, eine Gemeinschaftsterrasse oder ein Garten das Angebot ergänzen.

 

Anerkennung

Angebote des betreuten Wohnens werden vom Gesundheitsamt auf entsprechendes Gesuch hin anerkannt. Dem Gesuch ist ein Betriebskonzept in räumlicher, betrieblicher und personeller Hinsicht beizulegen sowie eine Bestätigung der Fachstelle "Hindernisfreies Bauen" der Pro Infirmis Graubünden.

 

Miete

Die Mehrkosten der altersgerechten Wohnungen werden den Mieterinnen und Mietern in Rechnung gestellt. Bezügerinnen und Bezüger von Ergänzungsleistungen können diese Kosten zum maximalen Betrag von Fr. 10.00 pro Tag vergütet werden, wenn sie in einer anerkannten Einrichtung des betreuten Wohnens leben und pflegerische, hauswirtschaftliche und betreuerische Leistungen oder den Mahlzeitendienst durch einen Spitex-Dienst oder durch eine freiberuflich tätige Pflegefachperson beziehen.

 

Grundbetreuung

Zur Grundbetreuung im betreuten Wohnen gehört die Anwesenheit einer Betreuungsperson an Werktagen. Die Betreuungsperson muss an Werktagen während mindestens einer Stunde vor Ort in der Einrichtung anwesend und mindestens fünf Stunden telefonisch erreichbar sein. Sie sorgt dafür, dass die Bewohnerinnen und Bewohner im Bedarfsfall notwendige oder erwünschte Informationen erhalten und vermittelt entsprechende Angebote. Die Mieterinnen und Mieter beteiligen sich mit einem Sockelbeitrag am Angebot der Grundbetreuung.

Die Bereitstellung und die Benützung der allgemeinen Räume, den Bereitschaftsdienst des Personals, die tägliche Kurzbetreuung, die Notrufanlage, die Brandmeldeanlage in jeder Wohnung und die Organisation weiterer Service-Module können über den Sockelbeitrag finanziert werden.

Bezügerinnen und Bezügern von Ergänzungsleistungen können diese Kosten bis zu einem maximalen Betrag von Fr. 10.00 pro Tag vergütet werden, wenn sie in einer anerkannten Einrichtung des betreuten Wohnens leben und pflegerische, hauswirtschaftliche und betreuerische Leistungen oder den Mahlzeitendienst durch einen Spitex-Dienst oder durch eine freiberuflich tätige Pflegefachperson beziehen.

Die Trägerschaft kann verschiedene Service-Module bereitstellen und vermitteln. Die Bewohnerinnen und Bewohner entscheiden nach ihren eigenen Bedürfnissen über die Inanspruchnahme.

 

Pflegerische Leistungen

Pflegerische Leistungen können bei Bedarf bei einem Dienst der häuslichen Pflege und Betreuung (Spitex-Dienst) oder einer freiberuflich tätigen Pflegefachperson angefordert werden. Dabei steht es den Bewohnerinnen und Bewohnern frei ob sie sich an den Spitex-Dienst der Region (kommunaler Spitex-Dienst), an einen Privaten Spitex-Dienst oder eine freiberuflich tätige Pflegefachperson wenden.   

 

Leistungen der Dienste der häuslichen Pflege und Betreuung (Spitex) oder der freiberuflich tätigen Pflegefachpersonen

Pflegerische, hauswirtschaftliche und betreuerische Leistungen sowie der Mahlzeitendienst durch kommunale und private Spitex-Dienste oder freiberuflich tätige Pflegefachpersonen werden im Rahmen der Tarifordnung für ambulante Leistungen verrechnet. Die Restkosten werden gemäss Pflegefinanzierung durch die öffentliche Hand (Kanton und Gemeinde) mitgetragen. Zurzeit dürfen der Klientin, dem Klienten max.
Fr. 8.00/Std./Tag als Kostenbeteiligung für Pflegeleistungen verrechnet werden. Für hauwirtschaftliche und betreuerische Leistungen beträgt der Maximaltarife Fr. 26.00 und für den Mahlzeitendienst Fr. 14.00, sofern diese Leistungen von einem kommunalen Spitex-Dienst erbracht werden.

Der Bedarf an Spitex-Leistungen wird vom zuständigen Spitex-Dienst oder von der freiberuflich tätigen Pflegefachperson erhoben. Im Anschluss an die Bedarfserhebung sorgt der Spitex-Dienst oder die freiberuflich tätige Pflegefachperson für die notwendigen ärztlichen Verordnungen der geplanten Leistungen.

 

Service-Angebote

Die modularen Service-Angebote in den Bereichen Pension, Betreuung und Soziales werden den Mieterinnen und den Mietern individuell pro geleistete Stunde in Rechnung gestellt. Unterstützungsbeiträge im Rahmen der Bestimmungen der Ergänzungsleistungen und Hilflosenentschädigung sind möglich. Das Merkblatt 5.01 Ergänzungsleistungen zur AHV und IV sowie 5.02 ihr Recht auf Ergänzungsleistungen zu AHV und IV der Soziallversicherungsanstalt (SVA) geben Auskunft.

 

Anerkannte Einrichtungen des Betreuten Wohnens

 

Merkblatt
Gesuch um Anerkennung
Mustervereinbarung Grundbetreuung
Bauliche Anforderungen
Erläuterungen zu den Baulichen Anforderungen