Die Förderung der psychischen Gesundheit ist eines der Hauptanliegen der Gesundheitsförderung.
 

Seelisches Wohlbefinden

Den täglichen Anforderungen gewachsen zu sein, ist eine wichtige Voraussetzung für das seelische Wohlbefinden. Beim Älterwerden verändern sich Körper, Psyche, die eigene Rolle in der Gesellschaft und das soziale Umfeld und damit auch die Herausforderungen im Alltag.

Wenn wir uns regelmässig bewegen, ausgewogen essen und erholsam schlafen, tun wir bereits vieles für unsere Gesundheit. Es lohnt sich jedoch zusätzlich gezielt unsere Psyche zu stärken, damit wir Belastungen beim Älterwerden meistern und neue körperliche Grenzen akzeptieren können. Lassen Sie sich von den Impulsen zur Stärkung der psychischen Gesundheit inspirieren:

  • Sich beteiligen (z.B. durch freiwilliges Engagement oder Vereinsmitgliedschaft)
  • Neues lernen
  • Kreatives tun (z.B. Singen, Malen, Reparieren, Nähen, Gestalten)
  • sich selbst annehmen
  • an sich glauben
  • über Freud und Leid reden
  • in Kontakt bleiben mit Freunden und Familie

Einsamkeit ist kein Tabu

Es gibt Momente, in denen wir gerne allein sind und uns dabei wohlfühlen. Wenn das Alleinsein jedoch unfreiwillig und mit unguten Gefühlen verbunden ist, dann spricht man von Einsamkeit. Das Gefühl, nicht dazuzugehören oder nicht mehr gebraucht zu werden kann jeden Menschen treffen. Oft vergehen solche Momente wieder. Fühlen wir uns aber dauerhaft einsam, so kann das unserer psychischen und physischen Gesundheit schaden. Für Aussenstehende ist oft schwer erkennbar, ob jemand einsam ist. Umso wichtiger ist, dass Sie Einsamkeit vorbeugen oder aktiv verringern:

  • Sprechen Sie darüber, was Sie beschäftigt. Sie sind nicht die einzige Person mit diesem Gefühl. Darüber reden kann verbinden. 
  • Gibt es eine Person, die Sie dabei unterstützen kann, neue Kontakte zu knüpfen? Fangen Sie mit dieser Person ein Gespräch an.
  • Werden Sie selbst aktiv, probieren Sie Neues aus. Bleiben Sie dran, auch wenn es nicht beim ersten Anlauf klappt.
  • Gehen Sie hinaus, Bewegung und Natur tun gut.
  • Laden Sie Leute zu sich ein, sei es auch nur für einen Kaffee und ein paar Guetzli. Lassen Sie sich von einer Absage nicht entmutigen. 

Hilfe annehmen

Wenn psychische Belastungen über längere Zeit anhalten und Gespräche mit der Familie oder dem Freundeskreis nicht weiterhelfen, ist es wichtig, sich professionelle Hilfe zu holen. Sprechen Sie z.B. Ihren Hausarzt an, wenn Sie sich über längere Zeit niedergeschlagen oder antriebslos fühlen, unter Schlafstörungen leiden oder Ihren Appetit verlieren. Diese Beschwerden sind gut behandelbar. Achten Sie deshalb auf allfällige Warnsignale und lassen Sie sich oder betroffene Angehörige bei Bedarf unterstützen.

Interessante Angebote

Publikationen und Links

  • Impulse für psychische Gesundheit (Webseite)
  • Sich Gutes tun. Tipps für psychische Gesundheit beim Älterwerden (Broschüre)
  • Reden hilft – Gesprächstipps (Broschüre)
  • «Einsamkeit hat viele Gesichter – Herausforderungen beim Älterwerden» (Broschüre / Film / Anlaufstellen)
  • Einsamkeit im Alter – was ist dagegen zu tun? (SRF Podcast)
  • «#Übers Alter reden» Beratungsstelle LiA – Leben im Alter, Zentrum für Gerontologie, UZH (Podcast)
  • Pensionierung - Gut vorbereitet in den nächsten Lebensabschnitt (Broschüre)